Finanzverwaltungen weltweit wollen zunehmend zeitnah auf relevante Transaktionsdaten von Unternehmen zugreifen – möglichst noch auf Basis einzelner Transaktionen bzw. Rechnungen.

Deutschland ist davon noch ein gutes Stück entfernt. In dem Land der Dichter, Denker und Steuerberater melden Unternehmen ihre Umsätze weiterhin hoch komprimiert und meistens nur quartalsweise an das Finanzamt. Das böse Erwachen kommt dann regelmäßig und manchmal Jahre später im Rahmen einer Betriebs- oder Umsatzsteuer-Sonderprüfung.

(Deutsche) Onlinehändler, die aber beispielsweise dank Amazon und Co. in Spanien steuerpflichtig sind, müssen sich bereits jetzt schon mit der Herausforderung auseinandersetzen, der Finanzverwaltung innerhalb kürzester Zeit Informationen auf Basis einzelner Rechnungen zur Verfügung zu stellen.

SII oder Was macht Spanien?

Mitte 2017 führte der Gesetzgeber in Spanien ein neues System zur zeitnahen Übermittlung umsatzsteuerlicher Informationen – Suministro Inmediato de Información (SII) –  für in Spanien steuerpflichtige Unternehmen ein.

Betrifft das alle in Spanien steuerpflichtigen Unternehmen? Nein!

Das Hauptkriterium für eine SII-Pflicht lautet wie folgt.

Unternehmen müssen in Spanien einen Umsatz von mehr als 6.000.000 EUR pro Kalenderjahr tätigen.

Ist das der Fall, müssen im Folgejahr umfangreiche Meldepflichten erfüllt werden.

Was muss Wie und Wann im Rahmen von SII in Spanien gemeldet werden?

Im Rahmen der Meldungen wird immer auf die jeweilige Rechnung abgestellt. Dabei wird wie folgt unterschieden.

  • Lokale Ausgangsrechnungen (z.B. Lieferungen in Spanien aus einem Fulfillment-Center in Spanien): innerhalb von vier Arbeitstagen nach der Erstellung einer Ausgangsrechnung
  • Lokale Eingangsrechnungen (z.B. Wareneinkäufe in Spanien): innerhalb von vier Arbeitstagen nach der Verbuchung einer Eingangsrechnung
  • Innergemeinschaftliche Ausgangsrechnungen (z.B. Lieferungen aus Deutschland nach Spanien bei überschrittener spanischer Lieferschwelle): innerhalb von vier Arbeitstagen nach Beginn des Transports
  • Innergemeinschaftliche Eingangsrechnungen (z.B. Verbringungen aus Deutschland in ein spanisches Amazon Fulfillment-Center): innerhalb von vier Arbeitstagen ab dem Zeitpunkt des Wareneingangs

Diese Informationen müssen elektronisch – im Rahmen einer XML-Datei – an die Finanzbehörden in Spanien übermittelt werden.

Wird diese Verpflichtung nicht oder nicht fristgerecht erfüllt, kann eine Strafe in Höhe von 300 EUR bis zu 6.000 EUR verhängt werden. Darüber hinaus droht immer die Gefahr, dass eure spanische UStID für ungültig erklärt wird – mit drastischen Konsequenzen.

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