Eine Frage, die fast jeden Stakeholder im Onlinehandel – Händler, Steuerberater, Anbieter von ERP- und Shop-Systemen und Marktplätze – betrifft, lautet.

Kommt der One-Stop-Shop zum 1.7.2021?

Bislang herrscht zu dieser Frage immer noch eine gewisse Unsicherheit. Der Start wurde auch schon einmal vom 1.1.2021 auf den 1.7.2021 verschoben.

Ein Schreiben der niederländischen Finanzverwaltung an das Parlament in Den Haag vom 19.01.2021 offenbart Folgendes.

Der One-Stop-Shop wird wohl zum 1.7.2021 einsatzbereit sein – aber es wird holprig und manuell.

Was sind die Hintergründe?

Wie wir laufend berichten, soll zum 1.7.2021 eine große regulatorische Hürde im grenzüberschreitenden Onlinehandel wegfallen.

Die Umsatzsteuer für Lieferungen an Endverbraucher in anderen EU-Staaten muss dann nicht mehr über lokale Registrierungen im EU-Ausland direkt gemeldet werden. Onlinehändler, die das noch selbst durchführen, müssen sich dafür regelmäßig einen Steuerberater in den einzelnen EU-Staaten suchen.

Ab dem 1.7.2021 soll es stattdessen die Möglichkeit geben, diese Transaktionen zentral im Sitzstaat zu clearen – durch die zentrale Abgabe einer Umsatzsteuererklärung & die zentrale Begleichung der Umsatzsteuerschuld.

Wichtig: Für einen Großteil der Händler bedeutet das aber nicht, dass sie auf lokale Registrierungen im EU-Ausland verzichten können.

Diese Plattform ist der sogenannte One-Stop-Shop (OSS).

Bislang haben die Niederlande und Deutschland öffentlich kommuniziert, dass sie aufgrund von Schwierigkeiten bei der Umsetzung des OSS eine Verschiebung auf den 1.1.2022 für wünschenswert halten.

Letztendlich waren sich aber alle Mitgliedstaaten einig, dass eine weitere Verschiebung der digitalen Ökonomie erheblichen Schaden beibringen würde.

Die Niederlande haben daher am 19.1.2021 offiziell bestätigt, dass sie zwar weiterhin enorme Schwierigkeiten bei der Umsetzung haben, aber dennoch am 1.7.2021 festhalten.

Notfallplan der Niederlande – vermutlich auch in anderen EU-Staaten

In diesem Schreiben der niederländischen Finanzverwaltung vom 19.1.2021, welches nur in der Landessprache verfügbar ist, wird berichtet, dass über einen sogenannten Notfallplan eine Bereitstellung des OSS zum 1.7.2021 möglich sein wird.

In diesem Schreiben heißt es einleitend, dass diese Vorgehensweise mit (Ausfall)Risiken für die niederländische Finanzverwaltung verbunden sein wird.

Viele Prozesse werden auch nach dem 1.7.2021 manuell ablaufen, sodass es zu Verzögerungen bei der Bearbeitungszeit kommen wird.

Auch kann nicht sichergestellt werden, dass der Informationsaustausch – wohl auch das Clearing zwischen den EU-Staaten – reibungslos ablaufen wird.

Was bedeutet das für Händler, Steuerberater, ERP- und Shop-Anbieter?

Das bislang größte – bekannte – Sorgenkind bei der Umsetzung des OSS teilt öffentlich mit, dass man am Stichtag 1.7.2021 festhalten wird.

Auch beim zweiten Sorgenkind Deutschland verdichten sich die Anzeichen, dass die Umsetzung des OSS rechtzeitig erfolgen wird.

Somit dürfte die Umsetzung der mit Abstand größten Umsatzsteuerreform für die digitale Ökonomie nun sehr wahrscheinlich zur Mitte des Jahres erfolgen.

Wie hilft Taxdoo euch?

Bereits seit geraumer Zeit klären wir umfassend dazu auf, was der OSS und die damit verbundene Umsatzsteuerreform für umfassende Auswirkungen auf die Prozesse aller Stakeholder haben wird.

Wir werden das in den kommenden Wochen und Monaten intensivieren. In Kürze veröffentlichen wir ein umfassendes Whitepaper und starten mit einer regelmäßigen Webinarreihe.

Wer sich kompakt und via Podcast einen Überblick verschaffen will, dem sei diese Aufzeichnung empfohlen.

Wenn ihr Anbieter eines ERP- oder Shop-Systems seid und euren Kunden ab dem 1.7.2021 eine OSS-Schnittstelle zur Verfügung stellen wollt, meldet euch über

oss@taxdoo.com

bei uns.

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