Ab dem 01.01.2020 kommt es auch in Deutschland zur größten Umsatzsteuerreform seit 1993.

Insbesondere Amazon-Händler, welche an den Programmen Pan EU oder CEE teilnehmen, können dadurch erhebliche Risiken auf sich nehmen, wenn sie jetzt nicht vorsorgen.

Darüber hinaus kommt es in Polen – dem EU-Staat, über welchen die meisten Amazon-Transaktionen umgesetzt werden – zu einer Neuerung, deren Vorausläufer bereits jetzt schon vielfach zu Androhungen von Strafverfahren geführt hat.

Amazon-Händler und deren Steuerberater finden daher im Folgenden eine Checkliste mit den drei wichtigsten Vorsorgemaßnahmen.

Ohne UStID im Bestimmungsland keine Steuerfreiheit von Warenverbringungen durch Amazon

Verbringt Amazon ab dem 01.01.2020 für euch Waren in ausländische Fulfillment-Center, sind diese Verbringungen nur noch steuerfrei, wenn ihr im Bestimmungsland über eine UStID-Nr. verfügt.

Wichtig: Die UStID-Nr. muss zum Zeitpunkt der Verbringung gültig gewesen sein. Eine rückwirkende Registrierung – häufig in vielen EU-Staaten nicht möglich – ist daher auch nutzlos.

Verbringungen sind ab dem 01.01.2020 nur noch steuerfrei, wenn zum Zeitpunkt der Verbringung eine UStID-Nummer vorlag

Das folgende Beispiel quantifiziert das Problem.

Ein Pan EU Händler mit einem Jahresumsatz von 5 Millionen Euro, der nicht in den sechs Pan EU Staaten steuerlich registriert ist, wird im Durchschnitt 500.000 Euro Umsatzsteuer auf seine Verbringungen zahlen müssen – pro Jahr.

(Hinweis: Dieses geschätzte Umsatzsteuer-Risiko basiert auf der Auswertung von mehreren Milliarden Transaktionsdaten, welche wir bei Taxdoo bislang ausgewertet haben, und zu denen jeden Monat mehrere hundert Millionen dazukommen.)

Ohne Pro-Forma-Rechnungen keine Steuerfreiheit von Warenverbringungen durch Amazon

Neben der UStID-Nr. in den jeweiligen Bestimmungsländern müssen für die Verbringungen zwingend Nachweise geführt werden.

Nachweise? Bekommt man die von Amazon?

Nein!

Das gilt grds. bereits jetzt schon – ab dem 01.01.2020 zwingend in allen Pan EU Staaten.

Deutsche Finanzämter fordern diese Nachweise schon jetzt regelmäßig an.

Deutsche Finanzämter fordern bereits jetzt schon Nachweise für Verbringungen durch Amazon an

Wir bei Taxdoo haben entsprechende Nachweise konzipiert, die wir automatisiert erstellen können – sogenannte Pro-Forma-Rechnungen gemäß § 17c UStDV.

Ohne Abgabe von JPK-Erklärungen in Polen drohen hohe Risiken bei Pan EU und CEE

Regelmäßig erreichen uns Anfragen von Neukunden wie diese.

Liebes Taxdoo-Team,
wir nutzen seit ca. einem Jahr den Service von Amazon, über den unsere Umsatzsteuer-Erklärungen in Polen und anderen EU-Staaten abgegeben werden. Nun hat uns ein Schreiben des Finanzamtes in Warschau erreicht. Da der Dienstleister von Amazon trotz mehrfacher Nachfragen für persönliche Rückfragen nicht erreichbar ist, haben wir dieses Schreiben übersetzen lassen.
In dem Schreiben wird uns vorgeworfen, dass wir unseren Erklärungspflichten in Polen nicht nachgekommen sind. Wir sollen nun innerhalb kurzer Zeit sogenannte JPK-Erklärungen abgeben und eine Unterlassungserklärung sowie eine Strafzahlung in Höhe von 6.500 PLN leisten.
Könnt ihr uns helfen?

Dieses Problem ist mittlerweile bekannt und wurde dank Taxdoo u.a. auch in einer der führenden Zeitschriften aufgegriffen, welche digitale Themen im Fokus haben – der t3n.

Polen ist einer der ersten Staaten, in dem Online-Händler neben einer klassischen Umsatzsteuer-Erklärung eine Erklärung auf Basis aller Transaktionen abgeben müssen – die sogenannte JPK-Meldung.

Beispiel einer JPK-Meldung in Polen

Ab 2020 wird die JPK-Meldung die herkömmliche Umsatzsteuer-Erklärung vollständig ersetzen. Das dürfte das geschilderte Problem für Pan EU und CEE Händler weiter verschärfen.

Ohne die Abgabe dieser monatlichen Meldungen wird das Finanzamt in Warschau innerhalb kurzer Frist eure polnische UStID-Nr. deaktivieren. Das bedeutet, dass eure Verbringungen nach Polen steuerpflichtig werden (siehe oben) – selbst wenn ihr scheinbar alles richtig gemacht habt.

Wie kann man diese Aspekte möglichst automatisiert und rechtssicher in der Buchhaltung abbilden?

Klassische to-DATEV-Konverter bieten keine automatisierte transaktionsbasierte umsatzsteuerliche Bewertung, ohne die ein hinreichendes Risiko-Controlling im Online-Handel nicht möglich ist.

Zudem sind derartige Konverter mit der Vielzahl an Transaktionen, Berichten und Verkaufskanälen regelmäßig überfordert bzw. ringen dem Nutzer jeden Monat noch fehleranfällige manuelle Tätigkeiten ab, welche viele Stunden zusätzlicher Arbeit erfordern.

Wir haben diesen Aspekt in einem gesonderten Blogpost umfassend analysiert und zeigen darin Lösungen auf.

Ihr wollt euch rechtzeitig auf die neue Gesetzeslage vorbereiten oder den bisherigen Amazon-Hassle (rückwirkend) aufräumen?

Dann bucht über diesen Link euer individuelles und kostenloses Erstgespräch mit einem Umsatzsteuer-Experten bei Taxdoo!

Taxdoo bezieht Transaktionsdaten direkt und automatisiert aus allen relevanten Marktplätzen und ERP-Systemen, meldet diese im Ausland und überführt sie auf Knopfdruck in die Finanzbuchhaltung, z.B. über unsere DATEV-Schnittstelle.

Taxdoo ist der erste und einzige automatisierte One-Stop-Shop für Online-Händler und deren Steuerberater

(Hinweis: In Kürze findet ihr unsere DATEV-Schnittstelle auch auf dem offiziellen DATEV-Marketplace.)